Einheit in lebendiger Vielfalt

kirchenzentrum_winter

Von Manuel Pauli, Architekt

Gedanken zur gestalterischen Grundkonzeption

In der zukünftigen Zentrumsbildung von Langendorf, geplant als eine Abfolge von öffentlichen Bauten, Geschäfts- und Bürobauten, verbunden durch Plätze und Grünräume, bilden die kirchlichen Bauten einen besonderen Kristallisationspunkt. Die Situierung der kirchlichen Gruppe und deren Durchbildung geschah in der Überzeugung, dass ihr folgende Eigenschaften innewohnen sollen:

Auszeichnung gegenüber ihrer Umgebung durch ihre um 45° zur Strasse und Baulinie abgedrehte Stellung im Gelände und durch die Gestaltung der Baukörper.

Bereicherung in der Erlebensfolge des entstehenden Ortskerns: Der Fussgänger soll, indem er seine täglichen Gänge ausführt, eine anregende Vielfalt an Bauten, Plätzen, Anlagen durchschreiten.

Konzentration in der Anlage und Baumasse: Es ergibt sich daraus nicht nur eine willkommene Vergrösserung der umliegenden Grünfläche, sondern auch Vorteile in bauökonomischer, installationstechnischer und betrieblicher Hinsicht.

Differenzierung im Bereich der kirchlichen Bauten selbst: Es ergeben sich darin eine Reihe von Beziehungen. Die Umgebung, Parkwiese mit Baumgruppen und Spazierwegen, mit Stützmauern und Plätzen umgibt die Baukörper, die nach aussen geschlossen kompakt und homogen wirken sollen, gewissermassen als „Positivform„. Im Innern der Baugruppe ist, diesmal als „Negativform“, ein Durchgang ausgespart, eine Art Kirchgasse, ein besonderer Aussenraum also, der überleitet von der Umgebung zu den Baukörpern selbst und in diese letzteren hineingreift. Im Innern der Bauten entwickelt sich eine weiter räumliche Abfolge über die gedeckten Vorplätze, Eingangshallen, Rampenaufgänge zu den Andachtsräumen.

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